BlogtorsFuture – Hinter den Kulissen


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Was mache ich eigentlich hier?

19 May 2021

Never change a running system. War mein Chef nie Fan von. Er strebt ständig eine Weiterentwicklung an. DoctorsFuture lief bis letzten September völlig ohne mich (ja, ich weiß, schwer zu glauben). Seit Oktober bin ich da, trinke literweise Kaffee, klaue den Kollegen die Süßigkeiten, ärgere die Bürohunde und nerve alle mit meinen flachen Witzen.

Letztens sitze ich zum Gespräch mit unserer Personalerin als unser Chef ins Büro kam. Er setzte sich auf den freien Stuhl (ich hatte wie immer den Gymnastikball zum Sitzen gewählt, das Hopsen entspannt mich), sah mich an und fragte: „Warum habe ich Sie für DoctorsFuture eingestellt?“ Ein Seitenblick zu unserer Personalerin verriet mir, dass sie es auch nicht wusste. Ich war also gezwungen, zu improvisieren. Ich setzte mich gerade hin (soweit das auf so einem Gymnastikball möglich ist), straffte die Schultern, senkte das Kinn ganz leicht, hob eine Augenbraue und sagte: „Ich soll hier die Stimmung hochhalten und allen den Kaffee wegtrinken.“ Der Chef schüttelte den Kopf: „Nein, ich habe Sie eingestellt, weil Sie etwas ganz besonders gut können.“ Ja, sagte ich schon: Stimmung, Kaffee. Schulterzuckend sah ich wieder unsere Personalerin an. „Was haben Sie denn im Bewerbungsgespräch gesagt, was Sie am liebsten machen?“ – Ich hatte so viel gesagt, weil ich den Job wirklich unbedingt wollte und das Gespräch ist fast acht Monate her. Was zur Hölle wollte er hören?! Ich überlegte unter seinem bohrenden Blick und dann fiel es mir ein: „Schreiben!“. „Genau!“. Puh. Da hab‘ ich wieder Schwein gehabt, das hätte echt nach hinten losgehen können. Ich wollte erst sagen Online Shopping. Super, hatten wir das geklärt und konnten uns wieder unseren Aufgaben widm…Moment. Der Chef guckt immer noch so erwartungsvoll. „Und wann haben Sie das letzte Mal was geschrieben? Sie wollten BlogtorsFuture, Sie haben BlogtorsFuture bekommen und jetzt sind da keine Texte.“ Das ist so nicht ganz richtig, aber er hatte – auch wenn ich das nur sehr ungern zugebe – Recht. Der letzte Text wurde im Dezember veröffentlicht. „Schreiben Sie neue Texte! Ich möchte ab jetzt jede Woche einen neuen Text. Sie sind doch einigermaßen witzig. Ich will jetzt jede Woche einen frechen Text!“ Empörung machte sich bei mir breit. ‚Einigermaßen witzig‘?! Hallo?! Ich bin vielleicht mal total witzig! Wenn er einen frechen Text will, soll er einen haben! Moment. „Sagten Sie einen Text pro Woche?!“ – „Ja.“ Tja Leute. Wir sitzen hier alle im selben Boot. Bei BlogtorsFuture gibt es ab jetzt einmal pro Woche eine Hinter-den-Kulissen-Story. Ich schreibe die und ihr lest die. Deal? Deal.

Heute erfahrt ihr, warum ich eigentlich hier bin. Grundsätzlich verantworte ich die Öffentlichkeitsarbeit und das Projektmanagement. Hochtrabende Worte, die ich gern für euch mit Leben füllen will.

Ein Teil meiner Arbeit besteht darin, unsere Events zu planen. Das heißt, ich organisiere unsere Meet-the-Expert-Dinner, die ONLINE-Meet-the-Experts und ich plane auch die Bewerbermessen. Dazu gehört zuallererst die Terminplanung mit den Kliniken und Referenten, die Buchung der Veranstaltungsorte und des Caterings und das Verpacken und Versenden der Carepakte für die ONLINE-Meet-the-Experts (Wenn du dich jetzt fragst, was in so einem Carepaket drin ist: Lauter tolle Sachen.) Dieser Teil meiner Arbeit erfordert viel organisatorisches Geschick, denn alle Kliniken und Referenten unter einen Hut zu bringen ist ein bisschen, wie einen Flohzirkus zu domptieren. In der Regel spielt sich das so ab, dass ich die Personaler oder Geschäftsführer anschreibe und mir die Namen der Referenten nennen lasse, die auftreten sollen. Dann rufe ich diese an und wir vereinbaren einen Termin. Dieses Jahr hatte ich überraschender Weise zwei Referenten dabei, die rundweg abgelehnt haben. Das hat mich etwas aus der Bahn geworfen. Ich meine, das ist wie, als würde jemand sagen: „Hier hast du eine Million Euro, ich erwarte keine Gegenleistung.“ und du antwortest: „Ne, du danke, aber lass mal.“ Aber gut, wir wollen ja niemandem zu seinem Glück zwingen. Ist die Terminplanung erledigt, dann lege ich die Events auf unserer Homepage an, plane die Marketingmaßnahmen (zum Beispiel die Social-Media-Posts, die Newsletter und die Promoter), buche die Locations bzw. lege das Zoom-Meeting an und gebe die Details an die Teilnehmer und den Referenten weiter. Nach der Veranstaltung fertige ich nach euren Evaluationen die Auswertung für den Dozenten, schreibe eventuell einen Blogartikel oder nur einen Social-Media-Post und dann leite ich die eingehenden Rechnungen weiter (zum Beispiel vom Caterer). Das ist der Bereich Projektmanagement und das macht mir ziemlich viel Spaß.

Die Öffentlichkeitsarbeit ist nicht weniger aufwendig, wenngleich doch deutlich unauffälliger. Denn die geschieht quasi nebenbei, da die Grenzen natürlich fließend sind. Ein Social-Media-Post, ein Blog, eine Mail an die Referenten, ein Telefonat mit den Kliniken oder ein Zoom-Meeting mit unseren Kooperationspartnern – dies alles ist Teil des großen Ganzen. Im Grunde läuft alles, was ihr über DoctorsFuture seht, hört oder lest durch meine Hände. Natürlich ist das aber eine Teamleistung, denn alle bei der maep! Die Ärztepersonalberatung ziehen dafür am gleichen Strang, aber grundsätzlich obliegt es meinen Kompetenzen (Ja Chef! Ich verfüge über Kompetenzen!), alles zu strukturieren und Ordnung reinzubringen. Dieser Teil meiner Arbeit macht mir riesig Spaß und fühlt sich an wie Freitzeit! (Doch Chef, Sie müssen mich trotzdem weiterhin bezahlen, auch wenn ich Freizeit sagte!).

Tja und das war es dann auch schon. Das mache ich bei DoctorsFuture neben Kaffee trinken und flachen Witzen erzählen. Und wenn alles läuft, wie geplant, steht nächste Woche die Weltherrschaft an. Bleibt einfach dran!

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